DJI Kameras im Vergleich 2026: Actioncam, Gimbal-Kamera oder 360-Grad-Kamera?
DJI bietet mehrere kompakte Kamerasysteme an, die auf den ersten Blick ähnliche Aufgaben erfüllen: Reisen filmen, Sport aufnehmen, Vlogs produzieren oder besondere Perspektiven einfangen. In der Praxis unterscheiden sich die Konzepte jedoch deutlich.
In diesem Beitrag erklären wir euch, wie sich die verschiedenen DJI Kamera-Typen unterscheiden und welcher Typ sich am besten für euch eignet.
Inhalt
- 1 Welcher Kameratyp passt überhaupt zu euch?
- 2 DJI Actioncams – Für Sport, Outdoor & POV
- 3 DJI Gimbal-Kameras – Für Vlogging, Reisen und kontrollierte Kamerabewegungen
- 4 DJI 360-Grad-Kameras – Für maximale Freiheit beim Bildausschnitt
- 5 Actioncam, Gimbal-Kamera oder 360-Grad-Kamera?
- 6 Welche DJI-Kamera passt zu welchem Einsatz?
- 7 Unser Fazit
Welcher Kameratyp passt überhaupt zu euch?
Es gibt drei Kamera-Typen mit jeweils einem anderen Aufnahmeprinzip. Die Unterschiede liegen also weniger in Details als im Aufnahmeprinzip selbst.
- Actioncams für robuste, bewegte und montierte Aufnahmen
- Gimbal-Kameras für ruhige, kontrollierte und filmische Aufnahmen
- 360-Grad-Kameras für Rundum-Aufnahmen mit freier Wahl des Bildausschnitts in der Nachbearbeitung
Jeder Kamera-Typ ist dabei für einen anderen Einsatz optimiert.

DJI Actioncams – Für Sport, Outdoor & POV
Actioncams sind die richtige Wahl, wenn die Kamera starken Bewegungen ausgesetzt ist oder direkt am Körper, Fahrrad, Motorrad oder anderem Equipment befestigt werden soll.
Beliebte DJI Actioncam Modelle:
- DJI Osmo Action 6
- DJI Osmo Action 5 Pro
- DJI Osmo Action 4
Eine besonders kompakte Wearable-Alternative ist die Osmo Nano.
Das Besondere einer Actioncam
Das typische Actioncam-Konzept kombiniert ein robustes Gehäuse, ein sehr weites Sichtfeld und elektronische Bildstabilisierung. Deshalb eignet sich dieser Kamera-Typ besonders für Situationen, in denen eine normale Kompaktkamera oder Gimbal-Kamera zu empfindlich oder zu sperrig wäre.
Typische Einsatzbereiche:
- Mountainbike
- Motorrad
- Ski und Snowboard
- Wassersport
- Wandern
- Running
- POV-Aufnahmen
- Fahrzeugmontage
- Urlaub und Outdoor
Ein weiterer Vorteil ist die einfache Montage. Actioncams lassen sich mit Halterungen an Helmen, Brustgurten, Lenkern oder Fahrzeugen befestigen.
DJI Osmo Action 6
Die Osmo Action 6 ist das aktuelle Spitzenmodell der klassischen Action-Serie.
Sie besitzt einen 1/1,1-Zoll-Sensor im quadratischen Format und eine variable Blende von f/2,0 bis f/4,0. Dadurch unterscheidet sie sich deutlicher von ihren Vorgängern als frühere Generationen untereinander.
Besonders interessant ist der quadratische Sensor für Nutzer, die dasselbe Material später sowohl im Querformat als auch im Hochformat verwenden möchten. Das kann beispielsweise praktisch sein, wenn aus einer Aufnahme sowohl ein YouTube-Video als auch Social-Media-Clips entstehen sollen.
Die Kamera unterstützt zudem hohe Bildraten, elektronische Stabilisierung und ist für typische Outdoor- und Unterwasser Einsätze ausgelegt.
Geeignet für:
- anspruchsvolle Action-Aufnahmen
- Mountainbike und Motorrad
- Wassersport
- Aufnahmen bei schwierigerem Licht
- Nutzer mit Quer- und Hochformat-Workflow
- häufige POV-Aufnahmen
DJI Osmo Action 5 Pro
Die Action 5 Pro ist der direkte Vorgänger und weiterhin eine interessante Alternative.
Sie besitzt einen 1/1,3-Zoll-Sensor und bietet bereits viele Funktionen, die für klassische Action-Aufnahmen entscheidend sind. Dazu gehören 4K-Aufnahmen mit hohen Bildraten, elektronische Stabilisierung, große Touchscreens und interner Speicher.
Der wichtigste Unterschied zur Action 6 liegt weniger in der grundsätzlichen Nutzung als bei Sensor, Blende und Aufnahmeformaten.
Wer hauptsächlich in 4K bei guten Lichtbedingungen filmt, bekommt mit der Action 5 Pro daher weiterhin eine sehr leistungsfähige Kamera.
Geeignet für:
- klassische Action-Aufnahmen
- Reisen und Outdoor
- Sportaufnahmen
- Nutzer, die nicht zwingend das aktuelle Modell benötigen
- preisbewusste Käufer mit höheren Ansprüchen
DJI Osmo Action 4
Die Action 4 ist inzwischen deutlich älter, kann aber weiterhin interessant sein, wenn sie entsprechend günstig angeboten wird.
Sie verfügt ebenfalls über einen 1/1,3-Zoll-Sensor und unterstützt 4K-Aufnahmen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde. Auch elektronische Bildstabilisierung und ein sehr weites Sichtfeld gehören zur Ausstattung.
Im Vergleich zu Action 5 Pro und Action 6 fehlen einige neuere Funktionen. Für klassische Tageslichtaufnahmen, Urlaub und gelegentliche Sportvideos kann das jedoch weniger relevant sein.
Geeignet für:
- Einsteiger
- preisbewusste Käufer
- Urlaub
- Freizeit- und Sportaufnahmen
- überwiegende Nutzung bei Tageslicht
DJI Osmo Nano
Die Osmo Nano nimmt innerhalb der Action-Kategorie eine Sonderrolle ein.
Sie ist kleiner als eine klassische Actioncam und stärker als Wearable-Kamera gedacht. Dadurch eignet sie sich besonders für körpernahe Perspektiven und Situationen, in denen eine normale Actioncam bereits zu groß oder auffällig wäre.
Typische Anwendungen sind kurze POV-Aufnahmen beim Wandern, Running, Reisen oder im Alltag.
Für längere Unterwasseraufnahmen, harte Sporteinsätze oder aufwendige Bedienung ist eine Action 6 oder Action 5 Pro allerdings meist praktischer.
Action 6, Action 5 Pro oder Action 4?
| Modell | Empfehlung |
| Osmo Action 6 | wenn ihr maximale Flexibilität und die aktuelle Technik möchtet |
| Osmo Action 5 Pro | wenn ihr möglichst viel Leistung für weniger Geld sucht |
| Osmo Action 4 | wenn der Preis im Vordergrund steht |
| Osmo Nano | wenn möglichst geringe Größe entscheidend ist |
Unser Tipp: Weitere Actioncam-Modelle findet ihr in unserem Actioncam-Ratgeber.

DJI Gimbal-Kameras – Für Vlogging, Reisen und kontrollierte Kamerabewegungen
Im Gegensatz zu Actioncams setzen die Gimbal-Kameras nicht primär auf elektronische Stabilisierung, sondern auf einen mechanischen 3-Achsen-Gimbal.
Dadurch entsteht ein deutlich anderes Aufnahmegefühl.
Während eine Actioncam Bewegungen möglichst effektiv ausgleicht, folgt eine Gimbal-Kamera kontrolliert der Bewegung des Nutzers. Schwenks und Kamerafahrten wirken dadurch natürlicher und lassen sich gezielter gestalten.
Beliebte DJI Gimbal-Kamera Modelle:
- DJI Osmo Pocket 4P
- DJI Osmo Pocket 4
- DJI Osmo Pocket 3 als ältere Referenz
Das Besondere einer Gimbal-Kamera
Gimbal-Kameras eignen sich besonders dann, wenn ihr die Kamera überwiegend in der Hand haltet. Für Helmmontage, Mountainbike oder Unterwasseraufnahmen ist das Konzept dagegen weniger geeignet.
Typische Einsatzbereiche:
- Vlogging
- Städtereisen
- Reisevideos
- Familienvideos
- Interviews
- Porträts
- B-Roll
- Food-Aufnahmen
- Reportagen
- Walking Shots
DJI Osmo Pocket 4P
Die Pocket 4P ist das aufwendigere Modell der aktuellen Pocket-Serie.
Ihr größter Unterschied zur normalen Pocket 4 ist das Dual-Kamerasystem. Neben der Weitwinkelkamera steht eine zusätzliche Telekamera zur Verfügung.
Das ist für die Bildgestaltung relevant.
Mit der Weitwinkelkamera lassen sich klassische Vlog-, Reise- und Landschaftsaufnahmen erstellen. Die Telekamera eignet sich besser für Personen, Details, Interviews oder Aufnahmen mit kompakterem Bildausschnitt.
Dadurch ist die Pocket 4P besonders interessant für Nutzer, die ihre Kamera nicht nur dokumentarisch einsetzen, sondern bewusster mit Perspektive und Brennweite arbeiten möchten.
Geeignet für:
- anspruchsvollere Reisevideos
- Interviews
- Porträts
- B-Roll
- Reportagen
- Creator mit Fokus auf Bildgestaltung
Unser Tipp: Wir haben für euch die DJI Osmo Pocket 4P mit der insta360 Luna Ultra verglichen.
DJI Osmo Pocket 4
Die Pocket 4 verfolgt das gleiche Grundprinzip, bleibt aber bei einer einzelnen Kamera.
Sie richtet sich stärker an Nutzer, die eine kompakte Gimbal-Kamera für Vlogging, Reisen und Alltag suchen und keine zweite Brennweite benötigen.
Der größte Vorteil liegt in der Kombination aus großem Sensor, mechanischer Stabilisierung und sehr kompaktem Gehäuse.
Geeignet für:
- Vlogging
- Städtereisen
- Familienvideos
- Walking Shots
- Reisevideos
- Nutzer, die eine möglichst unkomplizierte Pocket-Kamera suchen
DJI Osmo Pocket 3
Die Pocket 3 würden wir nicht mehr als Hauptmodell des Vergleichs behandeln, aber weiterhin kurz einordnen.
Sie bleibt vor allem dann interessant, wenn sie deutlich günstiger als Pocket 4 oder Pocket 4P angeboten wird oder bereits vorhanden ist.
Für Besitzer einer Pocket 3 stellt sich deshalb weniger die Frage, ob ein neues Modell grundsätzlich besser ist. Wichtiger ist, ob Funktionen wie die Weiterentwicklung des Sensors, neue Aufnahmeoptionen oder bei der 4P das zusätzliche Teleobjektiv den eigenen Workflow tatsächlich verbessern.
Pocket 4P oder Pocket 4?
| Modell | Empfehlung |
| Osmo Pocket 4P | wenn ihr unterschiedliche Brennweiten und mehr gestalterische Möglichkeiten möchtet |
| Osmo Pocket 4 | wenn ihr eine kompakte Allround-Gimbal-Kamera für Vlogging und Reisen sucht |
| Osmo Pocket 3 | wenn ein günstiger Preis oder die Weiternutzung vorhandener Technik entscheidend ist |

DJI 360-Grad-Kameras – Für maximale Freiheit beim Bildausschnitt
Eine 360-Grad-Kamera zeichnet nicht nur das auf, was vor dem Objektiv passiert, sondern möglichst die gesamte Umgebung.
Bei der DJI Osmo 360 kommen dafür zwei gegenüberliegende Kameras zum Einsatz. Die Aufnahmen werden anschließend zu einem Rundumbild zusammengesetzt.
Der entscheidende Vorteil: Der Bildausschnitt muss nicht bereits während der Aufnahme festgelegt werden.
Stattdessen könnt ihr später bestimmen, wohin die virtuelle Kamera schaut.
DJI Osmo 360
Die Osmo 360 ist DJIs Kamera für Rundum-Aufnahmen.
Sie eignet sich besonders für Situationen, in denen es schwierig wäre, eine klassische Actioncam dauerhaft korrekt auszurichten.
Das kann beispielsweise beim Motorradfahren, Mountainbiken oder Skifahren hilfreich sein.
Ihr könnt zunächst die komplette Umgebung aufnehmen und anschließend in der Nachbearbeitung entscheiden, ob der Blick nach vorne, zur Seite oder auf euch selbst gerichtet sein soll.
Unser Tipp: Erfahrt mehr in unserem DJI Osmo 360 Test.
Geeignet für:
- Motorrad
- Mountainbike
- Ski und Snowboard
- Reisen
- Selfie-Stick-Aufnahmen
- kreative Kamerafahrten
- nachträgliches Reframing
Welche Nachteile hat eine 360-Grad-Kamera?
Die größere Freiheit bei der Aufnahme führt zu mehr Arbeit in der Nachbearbeitung.
Bei einer normalen Actioncam entsteht bereits während der Aufnahme ein fertiger Bildausschnitt. Bei 360-Grad-Material muss häufig erst entschieden werden, welcher Ausschnitt später gezeigt werden soll.
Wer möglichst schnell filmen, schneiden und veröffentlichen möchte, kann deshalb mit einer klassischen Actioncam effizienter arbeiten.
Eine 360-Grad-Kamera lohnt sich vor allem dann, wenn die nachträgliche Wahl der Perspektive tatsächlich einen Mehrwert bringt.
Actioncam, Gimbal-Kamera oder 360-Grad-Kamera?
Die drei Kameratypen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
| Kameratyp | Wichtigster Vorteil | Typische Nutzung |
| Actioncam | robust, kompakt und montierbar | Sport, Outdoor, POV, Wasser |
| Gimbal-Kamera | kontrollierte, ruhige Kamerabewegungen | Vlogging, Reisen, Reportage |
| 360-Grad-Kamera | Bildausschnitt nachträglich wählen | Action, Reisen, kreative Perspektiven |
Eine einfache Faustregel hilft bei der Entscheidung:
- Ist die Kamera Teil der Action?
Dann passt meist eine Actioncam.
- Führt ihr die Kamera überwiegend selbst in der Hand?
Dann ist eine Pocket-Gimbal-Kamera oft sinnvoller.
- Wisst ihr während der Aufnahme noch nicht genau, welcher Bildausschnitt später benötigt wird?
Dann spielt eine 360-Grad-Kamera ihre größte Stärke aus.
Welche DJI-Kamera passt zu welchem Einsatz?
| Einsatzgebiet | Produktempfehlung |
| Mountainbike | Osmo Action 6 / Osmo 360 |
| Motorrad | Osmo Action 6 / Osmo 360 |
| Ski und Snowboard | Osmo Action 6 / Osmo 360 |
| Wassersport | Osmo Action 6 |
| Tauchen und Schnorcheln | Osmo Action 6 |
| POV | Osmo Action 6 / Osmo Nano |
| Running | Osmo Nano / Osmo Action 6 |
| Reise-Vlogging | Osmo Pocket 4 |
| anspruchsvolle Reisevideos | Osmo Pocket 4P |
| Städtereisen | Osmo Pocket 4 / 4P |
| Familienvideos | Osmo Pocket 4 |
| Interviews | Osmo Pocket 4P |
| Porträts | Osmo Pocket 4P |
| B-Roll | Osmo Pocket 4P |
| möglichst flexible Action-Perspektiven | Osmo 360 |
| möglichst kleine Kamera | Osmo Nano |
Unser Fazit
Bei der Auswahl einer DJI-Kamera lohnt es sich, nicht sofort einzelne Datenblätter miteinander zu vergleichen.
Der größere Unterschied besteht häufig zwischen den Kamerakonzepten.
Eine Actioncam ist die richtige Wahl, wenn Robustheit, Montage und starke Bewegungen im Mittelpunkt stehen. Innerhalb dieser Kategorie bietet die Osmo Action 6 die aktuell umfangreichste Ausstattung, während Action 5 Pro und Action 4 vor allem über den Preis interessant bleiben.
Eine Gimbal-Kamera eignet sich besser, wenn ihr eure Kamera überwiegend in der Hand führt und bewusst mit Kamerabewegungen arbeiten möchtet. Die Pocket 4 ist dabei der unkompliziertere Allrounder, während die Pocket 4P durch ihr Dual-Kamerasystem zusätzliche Möglichkeiten bei Brennweite und Bildgestaltung bietet.
Eine 360-Grad-Kamera wie die Osmo 360 verfolgt schließlich einen anderen Ansatz: Ihr zeichnet zunächst die gesamte Umgebung auf und entscheidet erst später, welcher Ausschnitt im fertigen Video zu sehen sein soll.
Wer diese drei Konzepte voneinander trennt, kann die Auswahl schnell eingrenzen. Erst danach lohnt sich die Frage, welches einzelne Modell innerhalb der jeweiligen Kategorie am besten zum eigenen Budget und Aufnahmeprofil passt.
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