Das Positive zu Beginn: Die Schärfe selbst bei offener Blende ist sehr gut, auch im äußersten Randbereich. Auch die Handhabung und die Fertigungsqualität, da gibt es nichts negativ zu kritisieren. Nun aber das ABER: Das 20mm ist kein 20mm zumindest nicht, wenn man das implementierte Profil benutzt, das aber aufgrund der heftigen Verzeichnung und Randabschattung immer angeschaltet sein sollte. Dann hat man aber ein 22-23 mm Objektiv, da die Elektronik durch das Geraderichten das Bildfeld immens beschneidet. Verglichen mit einem 21mm Objektiv (ohne Korrektur) fehlen einige Grad Bildwinkel. Schaltet man das Profil aus, so hat man den Bildwinkel eines 20mm Objektivs, aber eine Verzeichnung, die an ein Fisheye erinnert, sprich total unbrauchbar ist.
Wenn man ein 20mm sucht, wird man hier nicht "fündig" - andere Sigmas an der Leica SL haben auch eingebaute Profile müssen aber viel weniger korrigieren (selbst das 24-70 DGDN hat mit Profil im Bereich von 24mm fast genau die Brennweite, vergleichen mit nicht kordierten Objektiven).
Meine Vermutung: Hier hat Sigma in Bezug auf Kompaktheit und Lichtstärke zuviel gewollt und sich ihr auf die digitale Korrektur verlassen.
Wer mit der "verlängerten" Brennweite leben kann, bekommt ein tolles Objektiv, wer aber ein "echtes" 24mm hat, "sucht" vielleicht das mehr an Bildwinkel.
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