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Rezensionen zu: Tamron 18-300mm f3,5-6,3 Di III-A VC VXD Sony E-Mount

Tamron 18-300mm f3,5-6,3 Di III-A VC VXD Sony E-Mount
Bewertung von Trusted Shops29.05.2026
Vorab: Ich nutze das 18-300 an einer Sony Alpha 6700.

Ich kann mit dem Tamron 18-300 Fotos machen, die vorher nicht möglich gewesen wären. Das ist für mich schon ein Argument für dieses Objektiv. Für mich war dieses Objektiv anfangs aber schwierig zu benutzen, da es nicht so lichtstark wie das Tamron 17-70 ist. Auf dem Papier dachte ich, dass es sich ähnlich wie das 17-70 handhaben lässt, aber es ist doch schon sehr anders. Der mechanische Zoom ist zum Beispiel nicht so "weich" einstellbar wie beim 17-70. Das macht einfach nicht so viel Spaß und fühlt sich etwas billig oder "ungehobelt" an. Sobald der zweite Tubus ausfährt, spüre ich einen Widerstand, den ich überwinden muss. Nicht so schön, aber wohl normal :). Physik und so.

Dann ist da noch das Thema Schärfe. Ich empfinde das Tamron 17-70 schon als scharf, das 18-300 ist aber etwas unschärfer. ABER: alles ist relativ. Ich besitze auch eine Sony Festbrennweite (Sony 50mm 1.8 OSS (das APS-C Objektiv)) und dagegen ist das 18-300 wiederum erstaunlich scharf. Und das alte Sony ist ja auch nicht absolut schlecht. Damals wurde es gelobt. Oder um es noch klarer zu schreiben: ich besitze alle Tamron Festbrennweiten und ja, die sind ordentlich scharf und wirklich günstig, aber das 18-300 ist nicht deutlich unschärfer. Ich muss das Bild deutlich vergrößern, um den Unterschied zu sehen. Die Randumschärfe ist aber ein Thema. Für professionelle Landschaftsfotografie vielleicht nicht so gut, aber ich weiß es nicht :). Bei entsprechender Blende wird es etwas besser, aber nicht wesentlich besser hehe.

Dass das 18-300 eine, im Objektiv integrierte, Bildstabilisierung hat, ist wirklich wichtig für mich, da ich altersbedingt keine so ruhige Hand mehr habe. Dennoch musste ich mir angewöhnen in bestimmten Situationen Fotos im Burst-Modus zu machen, weil es doch recht einfach ist bei der Länge des Objektivs ein Bild leicht zu verwackeln oder den Fokus falsch zu haben. Trotz "korrekter" Verschlusszeit. Aber die Sony Alpha 6700 kann das ja ohne zu schwitzen :). Dass die Vögel aber auch nicht stillsitzen können, tz tz :).

Ich habe mir das 18-300 gekauft, weil ich den irrsinnigen Glaube habe nur noch ein Objektiv zu benutzen. Dieses geheimnisvolle Immer-Drauf-Objektiv. Ich weiß noch nicht genau, ob das 18-300 dieses Objektiv für mich ist. Das 18-300 ist ja schon recht schwer und groß. Aber heute habe ich es vermisst und mich geärgert es nicht dabei gehabt zu haben. Durch die Größe wirkt es auch "professionell" und manche Menschen reagieren darauf. Wie auch immer man das für sich bewerten mag, muss jeder selbst einschätzen. Bisher gab es keine Beschwerden, aber eindeutig Blicke, die es bei den kleinen Festbrennweiten nicht gibt :). Vor allem am Strand, ... auch irgendwie nachvollziehbar. Man könnte ja irgendwo hinzoomen, wo es sich nicht gehört.

Wofür nutze ich das Objektiv? Für Tiere, Menschen, Stadt und Landschaft. Skurrilerweise gefallen mir Portraits mit diesem Objektiv sehr gut. Das hatte ich nicht erwartet. Dieser Kompressions-Effekt ist etwas, was mir visuell doch sehr gefällt. Da stört dann auch die Lichtstärke kaum (es muss halt einigermaßen hell sein, hehe). Mir gefallen Portraits mit dem 17-70 aber etwas besser.

Das Bokeh ist hübsch, etwas "swirlig", erinnert mich an das...Helios 44-2. Es unterscheidet sich dahingehend deutlich zum 17-70. Beim 17-70 ist es "weich", hier ist es "swirlig". Etwas künstlerisch beinahe.

Bei Tieren habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie nicht zu weit entfernt sein sollten. Alles, was weiter als ~10 Meter entfernt ist, konnte ich nicht sinnvoll fokussieren (in der Hand gehalten, ohne Dreibein). Je näher desto besser. Die Erwartung den kleinen Gänsesäger in der Mitte eines großen Teichs aus der Hand zu fotografieren erfüllte sich leider nicht. Die Ente, Möwe oder Gans am Rand des Teichs zu erwischen ist aber damit sehr einfach, da ich den nötigen Abstand halten kann, der notwendig ist, damit sie nicht wegfliegen.

Eine Sache, die mich persönlich immer wieder zu Tamron bringt, ist die Farbe und der Kontrast. Das ist jetzt sehr subjektiv, aber in Kombination mit meiner Sony Alpha 6700 gefallen mir die Farben und die Kontraste sehr gut. Es ist sehr "warm". Und ja, das kann man nachträglich in Lightroom (oder in jeder anderen Software) korrigieren, aber häufig will ich die Fotos sofort "zeigen" und wenn ich meine Objektive von Sony oder Sigma benutze, sieht das alles recht "flau" aus. Bitte bedenken, dass ich Amateur und kein Profi bin. Und ja, ich spiele mit Weißabgleich herum, aber die Auswirkungen mit meinen Tamron-Objektiven sind deutlich sichtbarer. Bei meinem 1.8er 50mm OSS APS-C von Sony werden die Farben und Kontraste erst ab Blende 2.5-2.8 "richtig". Solche Probleme kenne ich bei Tamron zum Beispiel nicht.

Vielleicht interessant für Nutzer älterer Sony Alpha 6x00: an meiner alten Sony Alpha 6000 mit neuem Akku von 2025 verbrauchen die beiden Tamron-Objektive 17-70 und 18-300 relativ viel Strom. An der 6000 kann man quasi zugucken wie der Akku sich im Betrieb entleert, ohne dass man fotografiert. Das mag am kleinen Akku der 6000 liegen und/oder an der schlechten Optimierung der 6000. Sie ist ja nicht bekannt für gute Akkuleistung :). Mit den beiden Tamron Zooms fiel es mir aber erheblich auf. Mit allen anderen Objektiven ist das kein Thema. Es kann auch sein, dass es an der Bildstabilisierung des Tamron liegt. Ich hatte deswegen auch den Tamron Support bemüht, aber das ist einfach so. Nur Sony gibt bei seinen Objektiven den Stromverbrauch an. Der Motor im Tamron-Objektiv ist immer aktiv, egal ob Steadyshot in der Kamera an oder aus ist. Wenn man das Ohr am Objektiv anlegt, hört man es auch. Für mich war das der Grund endlich die 6700 zu kaufen. Da ist der Akku groß und offensichtlich alles etwas besser optimiert. OSS ist auf jeden Fall deaktivierbar, aber irgendein Motor im Objektiv ist immer aktiv und das soll auch so laut Tamron Support.

Aber jetzt kommts! Der Preis :). Was Tamron hier für diesen Preis anbietet ist richtig gut. Ich kann damit leben, dass es nicht "knackscharf" ist. Ich gebe es nicht mehr her, genau so wenig wie mein 17-70.
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