Neue Controller für die Cinema Line: Sony RM-DP7 und RM-DP5
Sony erweitert sein Zubehör für die Cinema Line um zwei neue externe Controller: den RM-DP7 und den RM-DP5. Beide Modelle kombinieren Kamerasteuerung und Monitoring in einem Gerät und richten sich damit an professionelle Videoproduktionen, bei denen ein schneller Zugriff auf zentrale Kameraeinstellungen und eine zuverlässige Bildkontrolle gefragt sind. Zum Marktstart sind die Controller mit der Sony FX5, FX3, FX2 und FX30 kompatibel.
Gerade bei komplexeren Setups oder wenn die Kamera nicht direkt neben dem Operator steht, kann diese Kombination den Workflow deutlich vereinfachen: Bild kontrollieren, Einstellungen anpassen und die Kamera bedienen – alles direkt über den Controller.
Inhalt
- 1 Kamerasteuerung direkt über den Monitor
- 2 Helles Full-HD-Display für die Bildkontrolle am Set
- 3 Flexible Einbindung in unterschiedliche Video-Setups
- 4 RM-DP7 und RM-DP5: die wichtigsten Unterschiede
- 5 Robustes Gehäuse und flexible Stromversorgung
- 6 Unterstützung für FX6 und BURANO ist angekündigt
- 7 Fazit
Kamerasteuerung direkt über den Monitor
Mit dem sogenannten „BIG6“-Startbildschirm ermöglichen die Controler den direkten Zugriff auf zentrale Kamerafunktionen.
In Kombination mit kompatiblen Autofokus-Objektiven lässt sich beispielsweise der Fokus präzise anpassen. Unterstützte Power-Zoom-Objektive können ebenfalls direkt über den Controller gesteuert werden. Dazu kommen Belichtung und weitere wichtige Kameraeinstellungen, die sich auch aus größerer Entfernung zur Kamera verändern lassen.
Sony setzt dabei nicht ausschließlich auf Touch-Bedienung. Drehregler, Multifunktionsräder und frei belegbare Tasten sollen dafür sorgen, dass häufig benötigte Funktionen auch während des Drehs schnell erreichbar bleiben. Besonders für Einzelanwender und kleinere Produktionsteams kann das interessant sein, weil weniger zwischen Kamera, Monitor und zusätzlichen Bedienelementen gewechselt werden muss.
Helles Full-HD-Display für die Bildkontrolle am Set
Neben der Kamerasteuerung übernehmen beide Modelle gleichzeitig die Funktion eines professionellen Videomonitors. Sony nutzt dafür seine Farbkalibrierungstechnologie für professionelle Monitore. Jedes Gerät wird werkseitig individuell kalibriert und gleicht laut Hersteller mögliche Veränderungen bei Farbton und Farbtemperatur während des Betriebs kontinuierlich aus. Damit soll eine konsistente Farbdarstellung während der Produktion gewährleistet werden.
Die Full-HD-Displays erreichen laut Sony eine typische Helligkeit von bis zu 2.000 cd/m². Zusätzlich stehen sechs Presets und bis zu 16 LUTs zur Verfügung. Unterstützt werden CUBE-Dateien im .cube-Format mit 17- und 33-Punkt-Rastern. So lässt sich das Bild bereits während der Aufnahme näher an den gewünschten finalen Look bringen.
Flexible Einbindung in unterschiedliche Video-Setups
Beide Controller verfügen über HDMI-Ein- und -Ausgänge und lassen sich damit klassisch kabelgebunden in unterschiedliche Produktionsumgebungen integrieren.
Darüber hinaus plant Sony die Unterstützung einer drahtlosen Verbindung mit ausgewählten Drittanbieter-Sendern. Zum Zeitpunkt der Vorstellung nennt Sony hier den Hollyland Pyro Ultra und den Teradek Bolt 7. Dadurch sollen sich die Controller flexibler bei unterschiedlichen Kamerapositionen und Rig-Konfigurationen einsetzen lassen.
Der größere RM-DP7 bietet zusätzlich 12G-SDI sowie eine bidirektionale Konvertierung zwischen SDI- und HDMI-Signalen. Damit eignet er sich besonders für umfangreichere professionelle Produktionsumgebungen.
RM-DP7 und RM-DP5: die wichtigsten Unterschiede
Beide Controller verfolgen grundsätzlich dasselbe Konzept, unterscheiden sich aber vor allem bei Größe und Anschlussmöglichkeiten.
Der Sony RM-DP7 besitzt einen 7-Zoll-Monitor und bietet zusätzlich 12G-SDI, SDI-/HDMI-Konvertierung sowie einen Gleichstromeingang.
Der kompaktere Sony RM-DP5 setzt auf einen 5-Zoll-Monitor und konzentriert sich auf die gemeinsamen Kernfunktionen aus Monitoring, Kamerasteuerung und HDMI-Konnektivität.
Robustes Gehäuse und flexible Stromversorgung
Für den professionellen Einsatz stattet Sony beide Modelle mit einem Aluminiumgehäuse aus, das auch für Außenproduktionen und anspruchsvollere Bedingungen am Set ausgelegt ist.
Bei der Stromversorgung unterstützen RM-DP7 und RM-DP5 unter anderem Akkus der BP-U-Serie sowie USB Power Delivery. Der RM-DP7 bietet zusätzlich einen Gleichstromeingang. Damit lassen sich die Controller je nach Produktion unterschiedlich in bestehende Setups integrieren.
Unterstützung für FX6 und BURANO ist angekündigt
Zum Start sind RM-DP7 und RM-DP5 mit FX5, FX3, FX2 und FX30 kompatibel.
Für Nutzer einer Sony FX6 oder BURANO ist die Unterstützung ebenfalls vorgesehen, allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt. Laut Sony soll die Kompatibilität mit beiden Kameras über ein Firmware-Update in der zweiten Jahreshälfte 2027 ergänzt werden.
Fazit
Mit RM-DP7 und RM-DP5 bringt Sony zwei Controller, die deutlich mehr können als nur das Kamerabild anzeigen. Die Kombination aus Monitoring, direkter Kamerasteuerung und physischen Bedienelementen ist vor allem für Produktionen interessant, bei denen Kamera und Bediener räumlich getrennt sind oder ein kompakterer Workflow gefragt ist.
Der RM-DP5 bietet dafür die kompaktere Lösung mit 5-Zoll-Display. Wer ein größeres Display sowie zusätzliche professionelle Anschlussmöglichkeiten wie 12G-SDI benötigt, findet diese Funktionen beim RM-DP7. Gerade im Zusammenspiel mit der Cinema Line entsteht so eine zentrale Lösung, über die sich Bildkontrolle und Kamerabedienung an einem Punkt bündeln lassen.
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